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Was es bedeutet den Unterschied zu spüren … … finden Sie auf Seite 5 Wirtschaftszeitung für die Region Heilbronn-Franken Nr 1 · 24 Februar 2026 · www wirtschaftsstimme de Aus dem Inhalt Ein Produkt der Heilbronner Stimme Hohenloher Zeitung und Kraichgau Stimme Die E-Laster kommen Speditionen setzen nun öfter Stromer ein Seiten 14 15 Südzucker wird 100 Europas größter Zuckererzeuger blickt auf eine bewegte Geschichte zurück Seite 3 Gekauftes Glück Das Haus der lieben Sachen in Zaberfeld ist ein beliebter Secondhandladen Golfen im Dunkeln Kurz nacheinander haben zwei Indoor-Veranstalter in Heilbronn eröffnet Seite 20 Der Handel entdeckt Nonfood wieder Werbeaktionen für Produkte wie Schuhe Gartenartikel Spielwaren und Sport nehmen zu haben Forscher an der DHBW Heilbronn herausgefunden Nonfood-Artikel werden im Einzelhandel zunehmend zum strategischen Frequenzund Profilierungshebel Das zeigt das neue Whitepaper „Analyse der Angebotskommunikation im Nonfood-Handel“ von Professor Carsten Kortum DHBW Heilbronn und Martin Langhauser Marktguru Data Insights Grundlage ist eine umfangreiche Analyse digitaler und physischer Handzettel von Lebensmittelhändlern aus den Jahren 2023 bis 2025 Zentrales Ergebnis Die Zahl der Nonfood-Aktionen steigt weiter – alleine 2025 um zwölf Prozent während klassische Werbung mit sogenannten Schnelldrehern tendenziell an Bedeutung verliert Gleichzeitig zeigen sich klare saisonale Spitzen und eine wachsende Frühstart-Logik Händler aktivieren Themen wie Weihnachten Outdoor oder Spielwaren früher vor den jeweiligen Terminen um Kaufentscheidungen bereits im Vorfeld zu beeinflussen Vor allem Warengruppen wie Grills Gartenartikel Weihnachtsdekoration Spielwaren oder Darts weisen solche Aktionsfenster auf während Küchenund Haushaltsartikel ganzjährig präsent sind Auch die Handelsformate unterscheiden sich deutlich Während der Lebensmittel-Einzelhandel Nonfood stark als Markenund Themenbühne nutzt steuern Discounter ihr Geschäft vor allem über ihre Eigenmarkenwelten Baumärkte und Möbelhandel setzen hingegen stärker auf anwendungsund sortimentsgetriebene Aktionslogiken Digitale Handzettelplattformen entwickeln sich dabei zunehmend von reinen Reichweitenkanälen zu datenbasierten Steuerungsinstrumenten für Zeitpunkt Häufigkeit und zu bespielendem Kanal „Timing wird zum Wettbewerbsfaktor Die richtige Woche ist oft wichtiger als die Rabatthöhe“ sagt Kortum Berücksichtigt wurden in der Untersuchung Anbieter aus dem Lebensmitteleinzelhandel darunter Vollsortimenter Discounter Biound Nahversorgungsformate aus dem Baumarktund Heimwerker-Segment dem Möbelhandel sowie dem Nonfood-Handel wie Drogerie Textil Elektronik und Nonfood-Discounter Ergänzend flossen branchenübergreifende Akteure wie Marktplätze und Cash--Carry-Formate ein Die Anzahl der beworbenen Nonfood-Angebote stieg dabei von 2023 bis zum dritten Quartal 2025 deutlich an wenn auch im vierten Quartal wieder ein Rückgang festzustellen war Diesen Anstieg führen die Autoren unter anderem auf eine zunehmende Wettbewerbsintensität im Nonfood-Bereich zurück Handelsunternehmen reagieren auf veränderte Konsumgewohnheiten Preissensibilität und den steigenden Druck durch Online-Anbieter indem sie ihre Angebotsfrequenz erhöhen und Werbemaßnahmen gezielter einsetzen Im Baumarkt-Bereich ist dabei vor allem das zwei Quartal wichtig – dann startet die Freiluft-Saison Im Lebensmitteleinzelhandel ohne Drogeriemarkt ging die Anzahl hingegen zurück „Grund für diesen Rückgang könnte die Verlagerung der Promotions in die Apps und die zunehmende Individualisierung der Handelswerbung sein – sowie Budgetrestriktionen“ vermuten die Autoren Die Discounter-Aktionen im Nonfood-Bereich 2025 wurden vor allem von preisaggressiven austauschbaren Produkten geprägt heißt es weiter Besonders häufig beworben werden Textilien wie Pyjamas und Pullover sowie saisonale Artikel wie Pflanzen und Gartenprodukte Marken spielten eine untergeordnete Rolle stattdessen dominierten No-Nameund Handelsmarken Eigenmarken sind demnach bei beiden führenden Discountern der zentrale Aktionshebel Lidl ist jedoch stärker eigenmarkengetrieben Aldi ist etwas ausgewogener mit mehr Raum für Herstellermarken Bei einigen Artikeln stellen die Autoren eine klare Platzierungslogik im Kalender fest „Spielwaren sind im Lebensmittelhandel ein klassisches Jahresend-Thema das primär durch Geschenkund Eventanlässe und weniger durch Alltagsnutzung getrieben wird“ schreiben sie Noch auffälliger Darts mit einem einzigen Gipfel im Dezember passend zu Weihnachten und Silvester – und zur Dart-WM red Gebrauchte sind stark nachgefragt Wichtiges Standbein für Autohändler – Stationärer Vertrieb und übers Internet Von unserem Redakteur Alexander Schnell Ein Entkommen ist so gut wie unmöglich wenn man viel im Internet surft man Filme oder Serien streamt Fast jeder hat die Werbung schon gesehen Mit einem freudigen „Hey“ kommt der Mann im orangefarbenem Pullover ins Bild gelaufen Sein Gegenüber blickt erstaunt auf „Ralf Schumacher?“ fragt der andere Mann erstaunt Und schon holt der ehemalige Formel-1-Rennfahrer sein Handy aus „Du willst wissen wie viel dein Auto wert ist?“ fragt er Sein Gegenüber ist sofort begeistert und antwortet deutlich „Jaaaaa “ Wer dieser Tage auf der Plattform Youtube ein Video startet oder eine Serie bei Amazon Prime Video schaut oder durchs lineare Privatfernsehen zappt der dürfte am Werbespot mit Ralf Schumacher gar nicht mehr vorbeikommen Der frühere Rennfahrer ist seit mehr als zwei Jahren das bekannte Werbegesicht für die Gebrauchtwagenplattform „Wir kaufen dein Auto“ Insbesondere in den vergangenen Monaten jedoch scheint das Unternehmen fast jeden freien Werbeplatz aufgekauft zu haben den es im Internet gibt Das Thema Autohandel ist damit quasi omnipräsent Dank eines extrem starken Dezembers ist die Zahl der neu zugelassenen Pkw in Deutschland 2025 leicht gestiegen Immer beliebter werden Elektround Hybrid-Fahrzeuge Insgesamt lag die Zahl der Neuzulassungen mit rund 2 9 Millionen Autos 1 4 Prozent über dem Vorjahr Deutlich höher sind indes die Zahlen des Gebrauchtwagenmarktes Im vergangenen Jahr verzeichneten Branchenexperten ein solides Volumen mit mehr als 6 5 Millionen Besitzumschreibungen Der Markt zeigte sich stabil und verzeichnete besonders im Jahresverlauf leichte Zuwächse bei den verkauften Pkw wobei die Standzeiten der Fahrzeuge zum Jahresende hin leicht abnahmen „Der Gebrauchtwagenhandel bleibt auch in Zukunft ein wichtiges Standbein für uns“ sagt Marcel Stadtmüller Geschäftsführer des Autohauses Assenheimer + Mulfinger mit Stammsitz in Heilbronn Seit Jahresbeginn verzeichnet Stadtmüller auch im Vergleich zu 2025 ein sehr stabiles Geschäft Die Nachfrage sei „äußerst robust“ Eine Entwicklung die für den Handelsexperten nicht überraschend kommt und die auch Kollegen aus der Region bestätigen „Über alle Marken hinweg sind die Neuwagenpreise in den vergangenen Jahren gestiegen“ sagt Stadtmüller „Das beflügelt natürlich auch den Handel mit gebrauchten Modellen “ Sowohl Neuals auch Gebrauchtwagen würden letztlich das wichtige Werkstattgeschäft der Autohäuser auslasten erklärt Geschäftsführer Stadtmüller Bei Assenheimer + Mulfinger kommen 50 Prozent der Interessenten für Gebrauchtwagen über das Internet sowohl über die großen Plattformen wie autoscout24 de oder mobile de aber auch die firmeneigene Internetpräsenz wie Marcel Stadtmüller berichtet Die andere Hälfte komme direkt zum stationären Handel „Das Internet spielt natürlich eine immer wichtigere Rolle“ sagt er „Dort werden vor allem Preise verglichen die Interessenten verschaffen sich einen ersten Eindruck Der Verkauf findet aber in aller Regel direkt beim Händler statt Die Kundinnen und Kunden wollen ihr künftiges Fahrzeug selbstverständlich in Augenschein nehmen und eine Probefahrt unternehmen “ Trotz der eigenen Internetpräsenz käme man als Händler um die großen nationalen Plattformen nicht herum meint Stadtmüller Marktführer in Deutschland ist derzeit mobile de mit rund 1 5 Millionen Fahrzeugen auf der Seite mit 1 2 Millionen Fahrzeugen folgt dahinter autoscout24 de „Das Gebrauchtwagengeschäft bleibt in der Zukunft ein wichtiger Baustein für die Händler“ sagt Stefan Bratzel Direktor des Center of Automotive Management CAM in Bergisch Gladbach „Ohne Onlinebörsen geht heutzutage nichts mehr ungeachtet der Größe des Händlers Das gehört zu einem guten Gebrauchtwagen-Management dazu “ In Zukunft gelte es den stationären Handel mit den Angeboten im Internet noch stärker zu verzahnen so der Autoexperte „Jeder Standtag eines Autos kostet Geld Professionell betrieben mit der richtigen Platzierung im Internet gehen Fahrzeuge in der Regel schneller vom Hof“ sagt Bratzel Der Direktor des CAM sieht aktuell eine starke Konsolidierung unter den Händlern – es entstehen immer mehr große Autohausgruppen den kleinen Händler mit einem Betrieb gibt es kaum noch Die Preise für Gebrauchtwagen sind 2025 in Deutschland leicht gesunken Im vierten Quartal lag der durchschnittliche Angebotspreis mit 27626 Euro zwar wieder leicht über dem Niveau der Vormonate insgesamt aber rund 0 2 Prozent unter dem Vorjahr wie der Online-Marktplatz „Autoscout24“ anhand von Nutzerdaten ermittelt hat Deutlich stärker ist der Preis bei E-Autos gefallen Für gebrauchte Stromer wurden im Dezember im Schnitt 33503 Euro aufgerufen rund fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor Bei vielen beliebten Modellen sanken die Preise im Jahresvergleich deutlich Trotzdem bleiben E-Autos im Durchschnitt etwa 5900 Euro oder 23 Prozent teurer als der Durchschnitt der Fahrzeuge aller Antriebsarten